Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft

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24.01.20
3 Lesedauer

Bei bis zu 90 Prozent aller Frauen treten w?hrend der Schwangerschaft früher oder sp?ter an unterschiedlichen K?rperstellen Dehnungsstreifen auf. Aus diesem Grund werden sie auch als Schwangerschaftsstreifen bezeichnet. Um Ihr wachsendes Baby beherbergen zu k?nnen, muss Ihr Bauch immer gr??er werden, wodurch sich Ihre Haut zunehmend dehnt.

Dehnungsstreifen sind eine normale Reaktion Ihres K?rpers auf die Schwangerschaft und k?nnen nicht vollst?ndig verhindert werden. Einige Frauen leiden allerdings unter diesen Streifen und fühlen sich weniger attraktiv.

Es gibt leider nicht viel, was Sie tun k?nnen, um der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Doch die gute Nachricht ist: Dehnungsstreifen verblassen mit der Zeit mehr und mehr. Aber ganz werden sie nie verschwinden und immer ein kleines Andenken an diese ganz besondere Zeit sein.

Was genau sind Schwangerschaftsstreifen?

Schwangerschaftsstreifen sind Risse im Bindegewebe der Haut, die wie pinke, rote, violette oder braune Streifen aussehen k?nnen. Der medizinische Fachausdruck lautet Striae cutis distensae und bedeutet aus dem Lateinischen kommend ?Streifen der Schwangerschaft“. Dehnungsstreifen sind ein ganz normales k?rperliches Ph?nomen.

Sie entstehen, wenn das Bindegewebe stark überdehnt wird und dadurch die elastischen Fasern (Kollagen) in der unteren Hautschicht rei?en. Das kann übrigens auch in der Pubert?t passieren, denn auch in dieser Zeit w?chst der K?rper schnell und die Haut wird stark beansprucht.

Was sind Schwangerschaftsstreifen?

Bei vielen Frauen treten sie überwiegend am Bauch auf. Dort wird das Gewebe natürlich in der Schwangerschaft am st?rksten beansprucht. Sie k?nnen aber auch an den Brüsten, Oberschenkeln, am Po und sogar an den Oberarmen entstehen.

Die Entstehung der Streifen h?ngt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Genetik: Ob Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen und wie stark diese sichtbar werden, entscheidet oft Ihre genetische Veranlagung. Wenn Sie vor Ihrer Schwangerschaft schon welche bemerkt haben sollten oder andere Familienmitglieder davon betroffen sind, ist die Wahrscheinlichkeit h?her, dass auch Sie welche bekommen k?nnten.
  • Hormone: Die Schwangerschaftshormone bzw. die Ver?nderungen des Hormonspiegels einer werdenden Mutter k?nnen dazu führen, dass die Haut dünner wird, wodurch manche Frauen anf?lliger für Dehnungsstreifen sind.
  • Hauttyp: Auch Frauen mit einem hellen Hauttyp neigen st?rker zu Dehnungsstreifen.
  • Alter: Wenn Sie sehr jung Mutter werden, ist das Risiko h?her, dass bei Ihnen welche entstehen.
  • Gewichtszunahme: Sollten Sie w?hrend der Schwangerschaft schnell und vor allem viel Gewicht zunehmen, begünstigt auch das die Entstehung der Streifen.
  • Baby: Wer mit Zwillingen, Drillingen oder Mehrlingen schwanger ist, muss selbstverst?ndlich noch viel mehr Platz im Bauchraum schaffen. In diesem Fall ist es sehr gut m?glich, dass dabei die Haut einrei?t.

Was immer auch bei Ihnen dazu führen mag, dass Sie vielleicht Schwangerschaftsstreifen bekommen, halten Sie sich einfach immer vor Augen: Die Streifen sind eine ganz normale Begleiterscheinung Ihrer Schwangerschaft und nichts, worüber Sie sich zu sehr ?rgern sollten.

Wann treten Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft auf?

Einen genauen Zeitpunkt, wann Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft entstehen, gibt es nicht: Bei jeder Frau ist dies verschieden. Allerdings zeigen sich die Streifen zumeist erst sp?ter in der Schwangerschaft. Dies liegt an der Gewichtszunahme und der stetigen Dehnung der Haut, um Platz für das wachsende Kind und die Geb?rmutter zu machen.

Manche Frauen bekommen Schwangerschaftsstreifen w?hrend des zweiten Trimesters, bei anderen tauchen sie in der 30. Schwangerschaftswoche auf, und wieder andere bemerken sie erst in den letzten Wochen des dritten Trimesters. Es gibt aber auch Frauen, die gar keine bekommen.

Was Sie gegen Dehnungsstreifen tun k?nnen

Leider gibt es kein Wundermittel gegen Schwangerschaftsstreifen. Weder eine besondere Creme noch ein ?l k?nnen die Entstehung von Dehnungsstreifen vollst?ndig verhindern oder sie sp?ter entfernen. Doch hier k?nnen Sie erfahren, was gegen Dehnungsstreifen hilft und wie Sie am besten vorbeugen k?nnen:

  • Ihre Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sollte in etwa zwischen 11 und 14 Kilogramm liegen. Am besten Sie nehmen dieses Gewicht graduell zu. Eine gesunde und ausgewogene Ern?hrung w?hrend der Schwangerschaft wird Ihnen dabei helfen.
  • Trinken Sie viel Wasser.
  • Bewegen Sie sich regelm??ig und stellen Sie sich vielleicht einen kleinen Fitnessplan zusammen.
  • Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht.
  • Tragen Sie einen Schwangerschafts-BH, um Dehnungsstreifen an Ihrer Brust zu vermeiden.
  • Zwar k?nnen Cremes und ?le die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen nicht vollst?ndig vorbeugen, aber sie spenden der Haut genügend Feuchtigkeit und verhindern dadurch Juckreiz – ein Symptom, das in der Schwangerschaft bei zunehmender Dehnung der Haut auftreten kann und Sie so behandeln k?nnen.

Spannen Sie also ruhig Ihren Partner mit ein und lassen Sie sich den Babybauch massieren. Genie?en Sie diese gemeinsame Zeit und machen Sie sich auch so mit Ihrem neuen K?per vertraut – egal ob mit oder ohne Streifen.

K?nnen Dehnungsstreifen nach der Schwangerschaft entfernt werden?

Schwangerschaftsstreifen werden nie vollst?ndig verschwinden, aber sie werden nach der Geburt immer mehr verblassen und eine weniger auffallende, silberne Farbe annehmen. Lassen Sie sich nicht von irreführenden Behauptungen t?uschen, dass man mit bestimmten Cremes oder ?len Dehnungsstreifen wegbekommen kann.

Einige Frauen ziehen eine Laserbehandlung nach Absprache mit ihrem Arzt in Betracht, um ihre Schwangerschaftsstreifen entfernen zu lassen. Dabei wird das Gewebe gezielt besch?digt. Die alten Hautzellen werden abgesto?en und es bilden sich neue. Das Ganze hat aber einen Haken: Die Prozedur kann schmerzhaft und vor allem sehr kostspielig sein. Es werden mindestens fünf Sitzungen empfohlen.

Dehnungsstreifen sind ein kosmetisches Problem und stellen keine gesundheitliche Gef?hrdung für Sie oder Ihr Kind dar. Aus diesem Grund wird das Lasern im Regelfall nicht von der Krankenkasse bezahlt, sondern muss privat geleistet werden.

Sicherlich sind Sie etwas verunsichert, da sich Ihr K?rper w?hrend der Schwangerschaft ver?ndert. Doch vergessen Sie nicht, was für eine überw?ltigende Arbeit Ihr K?rper leistet bzw. schon geleistet hat. Diese Streifen sind ein Zeugnis davon, was Sie alles getan und geschafft haben, um Ihr Kind gesund auf die Welt zu bringen. Tragen Sie Dehnungsstreifen mit Stolz!

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