Einnistungsblutung

Einnistungsblutung: Die wichtigsten Fakten

128804 Ansichten
20.04.20
3 Lesedauer

Sollten Sie im Laufe der Frühschwangerschaft ein wenig Blut in Ihrem Slip entdecken, ist das noch lange kein Grund zur Besorgnis. Es k?nnte sich hierbei um eine sogenannte Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung oder Implantationsblutung genannt) handeln.

Worum geht es in diesem Artikel?

Was ist eine Einnistungsblutung? Wie erkennen Sie den Unterschied zwischen einer Einnistungsblutung und der Periode? Wie lange dauert eine Einnistungsblutung? Was sind die typischen Symptome einer Einnistungsblutung? Welche Risiken birgt eine Einnistungsblutung?

Was ist eine Einnistungsblutung?

Ganz zu Beginn Ihrer Schwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle in der Geb?rmutter ein. Die Einnistung beginnt zwischen dem fünften und sechsten Tag nach der Befruchtung und ist ungef?hr am 12. Tag abgeschlossen.

Bei der sogenannten Nidation (Einnistung) k?nnen Blutgef??e verletzt werden, was zu leichten Blutungen bzw. Schmierblutungen führen kann. Das ist v?llig normal und stellt für den weiteren Verlauf Ihrer Schwangerschaft kein Risiko dar.

Manche Frauen sorgen sich, denn Sie spüren w?hrend dieser Zeit einen leichten Schmerz bzw. ein leichtes Ziehen oder Kr?mpfe. Auch das ist nicht ganz ungew?hnlich. Sollten Sie dennoch deswegen beunruhigt sein, kontaktieren Sie Ihren Gyn?kologen.

Wie erkennen Sie den Unterschied zwischen einer Einnistungsblutung und der Periode?

Auch wenn diese Blutung einer normalen Menstruation ?hnlich sein kann, gibt es doch einige Unterschiede zwischen einer Nidationsblutung und Ihrer Periode. Am Anfang werden Sie m?glicherweise die Einnistungsblutung für eine eher leichte Regelblutung halten, da sie im Zeitraum Ihrer normalen Periode herum auftreten kann.

Obwohl jede Periode anders ist – manche Frauen haben st?rkere, manche nur leichte Blutungen – k?nnen Sie dennoch den Unterschied erkennen. Seien Sie achtsam! Auch wenn Ihre Regel nicht immer gleich abl?uft, so unterscheidet sich diese doch in der Art der Blutung, wie zum Beispiel der Farbe, der St?rke und der Dauer.

Diese Anzeichen k?nnten auf eine Einnistungsblutung hinweisen:

  • Die St?rke der Blutung. Eine Einnistungsblutung ist einer Schmierblutung ?hnlich. Falls Sie also eher an eine starke Regelblutung gew?hnt sind, sollte es Ihnen leichter fallen, beide voneinander zu unterscheiden.
  • Die Farbe. Die Farbe der Einnistungsblutung ist hellrot/rosa oder auch br?unlich. Sie gleicht daher weniger dem tieferen Rot der Regelblutung.
  • Beschaffenheit. Im Menstruationsblut lassen sich bisweilen geleeartige Blutgerinnsel (dies sind natürliche Reste der Geb?rmutterschleimhaut) finden. Dies ist bei einer Einnistungsblutung nicht der Fall. Hier bleibt die Konsistenz des Blutes gleich.

Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft, wie Spannungsgefühl in den Brüsten, übelkeit und morgendliches Erbrechen etc. deuten ebenfalls darauf hin, dass es sich um eine Nidationsblutung und nicht um Ihre Periode handeln k?nnte.

Machen Sie im Zweifel einen Schwangerschaftstest. Dieser kann das Hormon hCG in Ihrem K?rper ermitteln, welches als sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft gilt. Wann immer Sie unsicher sind gilt: Suchen Sie Ihren Frauenarzt auf.

Wie lange dauert eine Einnistungsblutung?

Ein weiterer Indikator ist die Dauer der Blutung. W?hrend die L?nge der Regelblutung bei den meisten Frauen zwischen vier und sieben Tagen liegt, dauert eine Einnistungsblutung lediglich bis zu zwei Tage an – manchmal sogar nur ein paar Stunden.

Da Nidationsblutungen von ganz alleine wieder aufh?ren, ist eine weitere Behandlung nicht n?tig. Dauert die Blutung l?nger oder ist sie mit st?rkeren Schmerzen verbunden, dann suchen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt auf.

Was sind die typischen Symptome einer Einnistungsblutung?

Die typischen Symptome der Einnistungsblutung sind also:

  • kurze Blutung (bis zu zwei Tagen)
  • leichte Blutung bzw. Schmierblutung
  • tritt zwischen dem 5. und 12. Tag nach der Befruchtung auf
  • hellrot/rosa oder br?unlich F?rbung

Sollten Sie keine Blutung und andere k?rperliche Symptome feststellen, müssen Sie auf keinen Fall nerv?s werden. Jede Schwangerschaft ist anders und oft bleibt die Einnistung ganz und gar unbemerkt.

Welche Risiken birgt eine Einnistungsblutung?

Sicherlich haben Sie gerade zu Beginn Ihrer Schwangerschaft jede Menge Fragen und Unsicherheiten. Eine Einnistungsblutung ist jedoch kein Grund zur Sorge.

Auch abseits einer Einnistungsblutung kann es w?hrend der Schwangerschaft zu leichten Blutungen kommen. Diese k?nnen durch die unterschiedlichsten Gründe, wie eine Geb?rmutterhalsreizung nach einer Untersuchung oder nach dem Geschlechtsverkehr, hervorgerufen werden. Sie k?nnen jedoch auch auf eine Infektion, eine beginnende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft hindeuten. Vorsorglich sollten Sie jede Blutung bei Ihrem Frauenarzt vorstellen.

Falls es zu einer l?ngeren oder starken Blutung kommen sollte, konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Gyn?kologen, um der Sache nachzugehen. Achten Sie auf weitere Symptome und tauschen Sie sich ggf. mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Bedenken und Sorgen aus.

Die g?ngigste Herausforderung einer Einnistungsblutung ist es, dass viele Frauen noch nicht bemerkt haben, dass sie überhaupt schwanger sind – besonders, wenn sie davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine leichte Regel handelt. Das k?nnte es schwieriger machen, den Geburtstermin zu bestimmen. Aber keine Sorge: Ihr Frauenarzt wird Ihnen bei der ersten Vorsorgeuntersuchung eine genaue Einsch?tzung geben k?nnen.

Fakten im überblick

  • F : Welche Farbe hat die Einnistungsblutung?
  • F : Wie stark ist der Einnistungsschmerz?
  • F : Wie lange dauert der Einnistungsschmerz an?
  • F : Wie lange kann die Einnistungsblutung dauern?
  • F : Wie lange sollte man nach der Einnistung warten, bevor man Schwangerschaftstest macht?

Konsultieren Sie immer Ihren Gyn?kologen, wenn Sie sich nicht sicher sein sollten, wie Sie eine Blutung deuten sollen. Gehen Sie lieber einmal mehr, als einmal zu wenig zum Arzt.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und ?ffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkl?rung), dem ?rzteblatt oder den ?Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ?rztliche Betreuung w?hrend der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschl?ge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

Flexible banner
Alle Quellen sehen

Das k?nnte Sie auch interessieren: