Wehen richtig deuten lernen

Wann geht es los? Alles über die Geburtsanzeichen

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20.04.20
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Eine Geburt richtet sich nicht nach dem Kalender. Nur die allerwenigsten Kinder erblicken zum errechneten Geburtstermin das Licht der Welt. Daher sind die letzten Wochen und Tage einer Schwangerschaft besonders spannend: Wann wird der gro?e Tag kommen? Und wie kündigt sich die Geburt an?

Es gibt ein paar sehr eindeutige k?rperliche Anzeichen, dass es schon bald soweit sein wird. Wie Sie die Signale Ihres K?rpers erkennen und richtig deuten, finden Sie hier:

Worum geht es in diesem Artikel?

Die stillen Vorboten der Geburt Unspezifische Anzeichen der nahenden Geburt Der Babybauch senkt sich ab Ein sicheres Geburtsanzeichen: der Schleimpfropf Sind das schon echte Wehen? Zu guter Letzt: der Blasensprung Die Geburt: Welche Wehen Sie erwarten k?nnen

Die stillen Vorboten der Geburt

Ihr K?rper und Ihr Baby bereiten sich gleicherma?en auf die bevorstehende Geburt vor. Vieles passiert im Verborgenen und Sie selbst werden kaum Notiz davon nehmen.

Was passiert im K?rper der Frau?

Das Becken wird gegen Ende der Schwangerschaft von Woche zu Woche immer flexibler. Das Schwangerschaftshormon Relaxin sorgt dafür, dass die Verbindungen zwischen den Knochen im Becken weicher und somit dehnungsf?higer werden. Ihrem Baby wird es so leichter fallen, sich seinen Weg in die Welt zu bahnen.

Auch insgesamt wird nun alles elastischer und lockert sich: der Muttermund, das Gewebe der Scheide und des Damms, der Beckenboden und der Geburtskanal. All das erleichtert Ihrem Kind den Geburtsweg.

In den letzten Wochen und Tagen vor der Entbindung verkleinert sich der Geb?rmutterhals. Zun?chst wird er viel weicher als sonst, bevor er sich nach und nach verkürzt. Knapp vor der Geburt f?ngt er bereits an, sich leicht zu ?ffnen.

Wie bereitet sich Ihr Kind vor?

Parallel zu all diesen Ereignissen, macht sich auch Ihr Baby bereit für die gro?e Reise:

  • Geburtsgymnastik. Vor der eigentlichen Geburt übt Ihr Kleines schon für den Ernstfall, in dem es sich immer wieder dreht und mit den Fü?en abst??t. Sie werden sicherlich auch den einen oder anderen Tritt ganz deutlich zu spüren bekommen.
  • Mit dem Kopf voraus! Sollte Ihr Baby bis vor Kurzem noch hin und wieder seine Position in Ihrem Bauch ver?ndert haben, wird es nun im Idealfall mit dem Kopf nach unten liegen. Diese Lage erm?glicht es ihm, in den letzten Tagen noch tiefer ins Becken zu rutschen.
  • Schluckauf? Spüren Sie ab und an ein leichtes regelm??iges Kribbeln oder Pochen? Ihr Baby k?nnte Schluckauf haben. So nervig das vielleicht auch sein mag, so sinnvoll ist es aber auch: Die Atemmuskulatur wird so trainiert, denn diese muss gleich nach der Geburt einsatzbereit sein.
  • Mehr Fett, bitte! Ihr Baby wird jetzt vermehrt braunes Fett einlagern. Dieses fungiert nach der Geburt als W?rmemantel. Da Neugeborene ihre K?rpertemperatur noch nicht selbst regulieren k?nnen, ist diese Fettschicht besonders wichtig.
  • Hormone, Hormone, Hormone. Ihr ungeborenes Kind nimmt in den Tagen vor dem gro?en Ereignis mehr Progesteron aus Ihrer Plazenta auf als je zuvor. Dieses Hormon ist eine Vorstufe von Kortisol, welches wiederum für die Lungenreifung verantwortlich ist. Folglich wird Ihr eigener Progesteronspiegel sinken; gleichzeitig steigt aber Ihr ?strogenspiegel. Mit der Ausschüttung von Oxytocin (auch ?Kuschelhormon“ genannt; es st?rkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind) signalisiert Ihr Kind, dass es nun endlich losgehen kann und die Wehen setzen ein.

Unspezifische Anzeichen der nahenden Geburt

Neben diesen stillen Vorboten der nahenden Geburt, lassen sich h?ufig auch ganz unspezifische physische und psychische Anzeichen beobachten. Diese sind in ihrer Intensit?t von Frau zu Frau verschieden und für so manche Schwangere spielen sie gar keine Rolle. Auch ist der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome bis zum eigentlich Geburtstermin nicht wirklich bestimmbar.

Sehen Sie also die folgenden Anzeichen eher als Signal an, dass sich Ihre Schwangerschaft langsam aber sicher dem Ende neigt:

  • Nestbautrieb. Viele schwangere Frauen kennen es nur zu gut: Dem Kinderzimmer fehlt noch der letzte Schliff, M?bel müssen verrückt werden und überhaupt ist alles noch nicht ganz so perfekt vorbereitet, wie erhofft. Der Drang, das Heim vorher noch mal in Ordnung zu bringen, ist ein typisches Anzeichen für die nahende Geburt.
  • Durchfall. H?ufig berichten Frauen vor Geburtsbeginn von Durchfall. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen; zeigt es doch, dass die Muskulatur nun besonders angeregt ist.
  • Rückenschmerzen. Auch Rückenschmerzen, einige Tage vor der eigentlichen Entbindung, sind ein sehr typisches Anzeichen.
  • Gelassenheit. Sind Sie pl?tzlich v?llig gelassen und blicken zuversichtlich auf das, was kommen mag? Und das, obwohl Sie vielleicht das Thema Geburt vor wenigen Tagen noch eher nerv?s gemacht hat? Diese innere Ruhe l?sst sich kurz vor der Geburt ?fters beobachten.
  • übelkeit und Muskelzittern. Manche Frauen berichten, dass ihnen vor dem Einsetzen der Geburtswehen übel ist und nicht selten müssen sie sich sogar übergeben. Auch Muskelzuckungen sind ein m?gliches Anzeichen der beginnenden Geburt.

Egal, ob Sie diese Geburtsanzeichen bei sich bemerken oder nicht: Bald ist es soweit! Beobachten Sie Ihren K?rper genau und g?nnen Sie sich so viel Ruhe wie m?glich.

Der Babybauch senkt sich ab

Im letzten Monat Ihrer Schwangerschaft rutscht Ihr Kind in seine endgültige Geburtsposition im Becken. Ungef?hr ab der 36. Schwangerschaftswoche wird der kleine Kopf Ihres Lieblings mithilfe der sogenannten Senkwehen auf die Trennlinie zwischen gro?em und kleinem Becken man?vriert. Dadurch wandert nun auch Ihr Babybauch nach unten.

Sie werden feststellen, dass Sie jetzt tiefer einatmen k?nnen. Auch wird endlich etwas mehr Platz in Ihrem Bauch sein und Sie k?nnen wieder kleine und gro?e Schleckereien ohne das l?stige V?llegefühl genie?en. Wenn Sie sich nun seitlich vor den Spiegel stellen, werden Sie keinen apfelrunden Bauch mehr zu sehen bekommen. Er ?hnelt jetzt eher einer Birne oder einem umgekehrten Fragezeichen.

Die Kehrseite der Medaille: Der Bauch drückt wieder st?rker auf den Darm und Ihre Blase. Sie verspüren wahrscheinlich einen st?rkeren Harn- oder Stuhldrang als noch in den Monaten davor.

Ein sicheres Geburtsanzeichen: der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf verschlie?t w?hrend der Schwangerschaft den Geb?rmutterhals und verhindert somit das Eindringen von Keimen. Beginnt nun langsam die Geburt, dehnt bzw. ?ffnet sich der Muttermund und der Schleimpfropf geht ab. Dies gilt als Anzeichen, dass am Muttermund bereits erste Geburtsvorboten wirken. Ein sicheres Zeichen für die anstehende Geburt ist es jedoch nicht.

Das Abl?sen des Pfropfes kann schon einige Tage vor der eigentlichen Geburt passieren. Manchmal sogar schon in der 38. SSW. Wenn Sie bereits ein Kind geboren haben, kann es sein, dass sich der Schleimpfropf schon früher l?st, da die Muskeln um den Geb?rmutterhals lockerer sind als bei der ersten Schwangerschaft.

Sollten Sie also eine ungew?hnliche Menge Ausfluss bemerken, k?nnte das der Schleimpfropf sein. Die Farbe und Konsistenz kann dabei von durchsichtig-w?ssrig bis z?h-rosa/braun variieren. Sollte er etwas blutig sein, ist das auch v?llig normal. Zu viel Blut sollte allerdings nicht mit abgehen, denn der Verlust des Schleimpfropfes geschieht in der Regel ohne gr??eren Blutverlust.

Da sich der Schleimpfropf unter Umst?nden schon Wochen vor der ersten echten Geburtswehe lockern kann, l?sst sich keine sichere Aussage darüber treffen, wann es nun genau losgehen wird. Sicher ist allerdings: Ihr K?rper macht sich bereit für die Geburt.

Sind das schon echte Wehen?

Das wohl eindeutigste Anzeichen für den Geburtsbeginn sind sicherlich die Wehen. Dabei handelt es sich um regelm??ige Kontraktionen der Geb?rmutter, die Ihr Kind schlussendlich durch den Geburtskanal bef?rdern und den Muttermund soweit ?ffnen, dass der kleine Kopf austreten kann.

übungswehen

Ab der 32. Schwangerschaftswoche kann es zu mehr oder weniger deutlich spürbaren übungswehen - auch Braxton-Hicks- Kontraktionen genannt - kommen. Die Geb?rmutter bereitet sich mit diesen Trainingswehen auf die Entbindung vor. Dabei erproben die Muskeln die übertragung der Signale zwischen den einzelnen Muskelzellen. An Tag X müssen alle Muskeln perfekt zusammenspielen.

Diese Art der Wehen sind in der Regel nicht weiter schmerzhaft und unterscheiden sich deutlich von echten Wehen:

  • Bei echten Wehen atmet die Schwangere reflexartig mit. Sie holt tief Luft – wie, wenn man sich zum Beispiel den Zeh st??t.
  • übungswehen treten meist in unregelm??igen Abst?nden auf.
  • Im Gegensatz zu echten Wehen nehmen sie nicht an Intensit?t zu und h?ren nach einiger Zeit ganz auf.
  • Die Kontraktionen stoppen, wenn Sie sich hinlegen bzw. Ruhe g?nnen.

Die übungswehen nehmen viele Frauen lediglich als Verh?rtung der Bauchdecke war.

Senk- und Vorwehen

Wie schon beschrieben, bewirken die Senkwehen, dass das Kind tiefer ins Becken rutscht. Diese Wehen k?nnen auch schon deutlich spürbar sein. Sie werden h?ufig als krampfartig beschrieben.

Wenige Tage vor der Geburt k?nnen Vorwehen einsetzen, die von etwas intensiverer Natur sind, sodass sie manchmal auch mit den echten Geburtswehen verwechselt werden k?nnen. Wie die übungswehen, kommen und gehen sie in unregelm??igen Abst?nden, ohne dabei so richtig an Fahrt aufzunehmen.

Allerdings k?nnen die Vorwehen ein bis zwei Stunden lang andauern. Dabei ver?ndert die Geb?rmutter ihre Form und unterstützt Ihr Baby auf diese Weise, sich in die endgültige Geburtsposition zu begeben. Frauen, die Ihr erstes Kind erwarten, k?nnten eventuell mehr Wehen spüren, wenn das Kind in den letzten vier Wochen vor dem Geburtstermin noch nicht in der optimalen Position (Hinterhauptslage) angekommen ist.

Tipps und Tricks

Gerade für Erstgeb?rende ist es nicht immer leicht, zu entscheiden, ob es nun schon so weit ist oder nicht. Es gibt es paar kleine Tricks, wie Sie herausfinden k?nnten, ob der Startschuss schon gefallen ist:

  • Nehmen Sie ein Bad! Falsche Wehen lassen im warmen Wasser nach und h?ren nach einer gewissen Zeit ganz auf. Achtung: Sie sollten auf keinen Fall alleine sein, damit Ihnen jemand helfen kann, sollte es sich doch um die echten Wehen handeln.
  • Stoppen Sie die Zeit! Schauen Sie auf die Uhr und messen Sie die Zeit zwischen den Kontraktionen. Stellen Sie zum Beispiel fest, dass diese alle 10 Minuten in regelm??igen Abst?nden kommen und bis zu 60 Sekunden andauern, ist das ein deutliches Anzeichen.
  • H?ren Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn Sie sich nur noch auf die Wehe konzentrieren und Sie sich durch nichts anderes mehr ablenken lassen, spricht das für eine echte Wehe. H?ren Sie auf Ihre innere Stimme.

Allerdings best?tigen hier auch Ausnahmen die Regel und was auf die eine Frau zutrifft, kann bei der n?chsten schon ganz anders sein. In jedem Fall gilt immer: Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie die K?rpersignale richtig deuten, rufen Sie Ihre Hebamme oder im Krankenhaus an.

Zu guter Letzt: der Blasensprung

Beim sogenannten Blasensprung rei?en die Eih?ute der Fruchtblase, die Ihr Kind umgibt. Dabei verlieren Sie das sich darin befindende Fruchtwasser. Das Fruchtwasser kann schwallartig, oder auch nur tropfenweise austreten. Jetzt gibt es keine Zweifel mehr: Die Geburt ist bereits im vollen Gange.

Im Gegensatz zu dem, was man gerne in Filmen so sieht, passiert dies w?hrend der Er?ffnungsphase und in seltenen F?llen auch erst kurz vor oder nach dem Austreten des kleinen K?pfchens. Also dann, wenn Sie bereits in den Wehen liegen. Denn durch den Druck der Kontraktionen auf die Fruchtblase kann es erst zum Blasensprung kommen.

Aber jede Geburt ist anders und es kann durchaus auch vorkommen, dass der Blasensprung nicht von Wehen begleitet wird. Sollte das um Ihren errechneten Geburtstermin herum passieren, ist es wahrscheinlich, dass die Wehen innerhalb der n?chsten 24 Stunden einsetzen.

Und das sollten sie auch, denn durch das Platzen der Blase geht ein Teil der Schutzfunktionen verloren und die Gefahr eines Infektes steigt. Werden Sie aber nicht nerv?s, sondern versuchen Sie sich noch etwas auszuruhen und Kraft zu sammeln. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie bereits Kontakt zu Ihrer Hebamme oder dem Krankenhaus aufnehmen, damit das weitere Vorgehen besprochen werden kann.

Die Geburt: Welche Wehen Sie erwarten k?nnen

Tag X ist endlich gekommen und in einigen Stunden schon werden Sie einem neuen Menschen das Leben schenken. Bis dahin liegt aber auch noch etwas Arbeit vor Ihnen und Ihrem Baby. Die Wehen sind dabei Ihr Handwerkszeug – denn sie machen eine Geburt erst m?glich. Den Prozess der Entbindung teilt man in drei verschiedene Wehenphasen ein: die Er?ffnungswehen, die Presswehen und die Nachwehen.

Die Er?ffnungswehen

Diese Wehen bewirken, dass sich Ihr Muttermund nach und nach ?ffnet und sich die Muskeln des oberen Geb?rmutterhalses immer mehr zusammenziehen. Ihr Baby bzw. dessen Kopf wandert tiefer und tiefer. Ihre Geb?rmutter und Ihre Vagina formen sich zu einem Trichter. Bevor der Kopf aber austreten kann, muss der Muttermund ungef?hr zehn Zentimeter ge?ffnet sein.

Die Wehen der Er?ffnungsphase folgen in regelm??igen Abst?nden aufeinander. Anfangs liegen ungef?hr 6 Minuten zwischen einer Kontraktion und der n?chsten, w?hrend gegen Ende die Abst?nde immer kürzer werden.

Bei Erstgeb?renden kann diese Phase der Geburt zwischen 10 und 12 Stunden andauern. Ein zweites Kind erblickt m?glicherweise viel rascher das Licht der Welt: Die Er?ffnungsphase k?nnte sich hier auf sechs bis acht Stunden verkürzen.

Manche Frauen nehmen die Wehen als sehr schmerzhaft wahr, w?hrend andere sie etwas besser wegstecken. Auch die Dauer der Geburt ist nichts, was in Stein gemei?elt ist und jede Frau wird am Ende eine andere Geschichte zu erz?hlen haben.

Die Presswehen

Nach der Er?ffnungsphase beginnt die vergleichbar kurze Austreibungsphase, die bei Erstgeb?renden h?chstens zwei Stunden und bei Zweitgeb?renden eine Stunde oder weniger dauert. Sobald der Muttermund vollst?ndig ge?ffnet ist, rutscht Ihr Kind in den Geburtskanal. Oft platzt auch hier erst die Fruchtblase. Die Wehen verst?rken sich nun und münden schlussendlich in Presswehen.

Durch den Druck, den das kleine K?pfchen auf den Enddarm ausübt, verspüren fast alle Frauen einen natürlichen Drang zu pressen. Viele empfinden diese letzten Wehen eher als erleichternd. Sie k?nnen n?mlich jetzt die Geburt ganz aktiv mit voranbringen, indem Sie kontrolliert pressen – was aber nicht zwangsweise n?tig ist. In dieser Phase wird in der Regel ein Arzt oder eine Hebamme bei Ihnen sein. Diese k?nnen Ihnen ein Zeichen geben, wann der beste Zeitpunkt ist, aktiv mitzuarbeiten.

Zuerst tritt nun der Kopf Ihres Babys aus und mit der letzten Presswehe ist es geschafft: Ihr Baby ist geboren! Die Geburt gilt allerdings erst dann als vollst?ndig abgeschlossen, wenn sich auch die Plazenta abgel?st hat. Auch diese muss geboren werden, was normalerweise sp?testens nach 30 Minuten passiert.

Die Nachwehen

Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie nach der Geburt immer noch ab und an Wehen spüren. Das sind die sogenannten Nachwehen. Schon unmittelbar nach der Entbindung beginnt der Prozess der Rückbildung. Die Geb?rmutter zieht sich regelm??ig zusammen und schrumpft so nach und nach auf Ihre ursprüngliche Gr??e zurück.

Die Nachwehen k?nnen ein paar Tage andauern, sind aber meist nur selten richtig schmerzhaft. Nach der Geburt weiterer Kinder k?nnen sie aber durchaus unangenehm sein. Die Geb?rmutter ist dann etwas ausgedehnter und muss sich daher umso st?rker zusammenziehen.

Viele frischgebackene Mütter spüren w?hrend des Stillens die Nachwehen am deutlichsten. Dabei werden n?mlich vermehrt Hormone ausgeschüttet, die den K?rper bei der Rückbildung unterstützen – d. h. auch das Zusammenziehen der Geb?rmutter f?rdern. Sollten Ihnen die Nachwehen sehr zu schaffen machen, sprechen Sie am besten Ihren Arzt darauf an. Dieser kann Ihnen unter Umst?nden ein Schmerzmittel verschreiben.

Frühwehen

Nicht immer l?uft alles wie geplant und es kann zu Frühwehen – d. h. verfrühten Er?ffnungswehen – kommen. Diese k?nnten wiederum zu einer Frühgeburt führen. Alle Kinder, die vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, bezeichnet man als Frühchen.

Vorzeitige Wehen machen sich eigentlich genauso bemerkbar, wie die Geburtswehen:

  • regelm??ige Kontraktionen
  • Wehen lassen nicht nach
  • evtl. Abgang von Fruchtwasser
  • evtl. hellrote Blutung

Vor allem vor Beendigung der 34. Schwangerschaftswoche sind Frühwehen ganz klar ein Notfall. Bitte suchen Sie dann sofort einen Arzt auf.

Die Fakten im überblick

  • F : Was sind eindeutige Anzeichen einer beginnenden Geburt?
  • F : Muttermilch tritt aus: Ist das ein Geburtsanzeichen?
  • F : Was ist zu beachten, wenn die Wehen nach dem Blasensprung nicht einsetzen?
  • F : Wie findet man heraus, ob es sich um echte Wehen handelt?
  • F : Was kann man tun, wenn man sich nicht sicher ist, ob es wirklich losgeht?
  • F : Wann sollte ich sp?testens Kontakt zum Krankenhaus bzw. der Hebamme aufnehmen?
  • F : Was passiert, wenn sich nach der 40. SSW noch keine Geburtsanzeichen feststellen lassen?

Mit jedem noch so kleinen Geburtsanzeichen steigt die Spannung. Wahrscheinlich k?nnen auch Sie es kaum noch erwarten. Vielen Frauen f?llt es gar nicht so leicht, in dieser freudig angespannten Situation genau abzusch?tzen, wann es nun wirklich losgeht.

Rufen Sie im Zweifel immer Ihre Hebamme an oder melden Sie sich im Krankenhaus. Hier sprechen Sie mit Geburtsexperten, die wahrscheinlich schon an Ihrer Stimme und im Gespr?ch mit Ihnen absch?tzen k?nnen, ob sich Ihr kleines Wunder wirklich auf den Weg macht.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und ?ffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufkl?rung), dem ?rzteblatt oder den ?Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ?rztliche Betreuung w?hrend der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschl?ge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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